Was das denn alles soll, mit den Vorsätzen fürs neue Jahr, fragen viele. Aber niemand kann den Kalender austricksen: die Zähler sind wieder auf Null gestellt, das Spiel beginnt von vorne. Startschuss und Ziellinie gehören zum Geschäft, wer will schon ewig um den kalten Brei laufen? Der wird schnell kalt, wenn Elan und Enthusiasmus erlahmen, wenn Routine und Bequemlichkeitskreativität sich einschleichen, und Kunden ihren Dienstleistern den Rücken kehren, weil in den entscheidenden Momenten vom Dienstleister leider nur der "Dienst" zu sehen war.
In diesen Tagen bleiben die Sitzpolster in den Konferenzräumen der Unternehmen warm wie Umluftherde in den Straßenbäckereien. Ein Meeting folgt dem nächsten. Ideen, Methoden und Strategien fürs neue Jahr stehen ganz oben auf der Agenda. Alle Augen blicken auf die Marketingverantwortlichen - besonders der Vertrieb und die werbliche Kommunikation stehen auf dem Prüfstand.
Credohh!: "Da müssen wir unbedingt was machen!", oder ""Bringen Sie doch da mal frischen Wind rein!" "Mit dem alten Konzept kommen wir nicht weiter!".
Für ein paar Tage nur, vielleicht auch Wochen, geben die frisch gemolkenen Einsichten mehr her als nur den alten Käse. Die Verantwortlichen und Entscheider sind jetzt hellhöriger als sonst, risikofreudiger. Neue Konzepte haben jetzt gute Chancen. Vieles, was in 2007 nicht so gut lief, wird zum TÜV geschickt. Neue Gedanken, neue Ziele, und vielleicht auch neue Gesichter sind die Konsequenz. Beste Zeiten für Akquisiteure.
Es ist viel Wahres dran, dass im Januar und Februar die Sensibilität für "den Wechsel" höher ist, als im Juli oder August. Wenn Sie als Kommunikationsdienstleister ein ausgereiftes Akquisekonzept parat haben, sollten Sie in diesen Tagen und Wochen aufs Ganze gehen. Die Offenheit für Termine bei den richtigen Leuten in den Unternehmen befindet sich nach der Phase der Analyse dort auf einem Jahreshöhepunkt. Die Wahrscheinlichkeit, jetzt auf akuten Gesprächs- und Handlungsbedarf zu stoßen, ist deshalb relativ hoch.
Da wir in ausgesprochen direkten Zeiten leben, wo man ohne Umschweife auftritt und sein Angebot einfach in den Wind des Marktes stellt, lohnt sich die Befolgung eines Ratschlags ganz besonders: Gehen Sie mit konkreten Angeboten ins Rennen. Bleiben Sie nicht im allgemeinverbindlichen Blabla stecken, wagen Sie etwas, trauen Sie sich Kompetenz zu und zugleich den Mut, sie jederzeit unter Beweis zu stellen.
Überlegen Sie sich genau, wen Sie ansprechen, warum und mit welchem Ziel. Stellen Sie soweit wie möglich sicher, dass Ihre Dienstleistungen und Kernkompetenzen den Bedürfnissen der Unternehmen auch tatsächlich entgegenkommen, sie komplementär ergänzen und ausbauen. Versuchen Sie nicht, Dritte von Ihrem Leistungsprofil zu überzeugen, in dem Sie sich generell als Dienstleistungspartner darstellen. Legen Sie Ihre Finger auf offene Wunden, kommunizieren Sie Ihre Medizin.
Niemand hat mehr Zeit für Plauderstündchen und lange Auswahl-Parcours. Wer die Sache am besten auf den Punkt bringt, punktet auch. Lösungen sind gefragt, auch und gerade solche, an die der prospektive Kunde gar nicht denkt. Denken Sie daran, dass Chancenseher höher im Kurs stehen als Problemlöser. Erweisen Sie sich als Kopf mit einer geschickten Hand. Denkarbeit, gepaart mit neuen Ideen, das ist der Trend für die Neukundenansprache für 2008. Man wird sich für Sie interessieren, wenn Sie als Braut oder Bräutigam eine Mitgift im Gepäck haben. Diese Mitgift heißt: Kundennutzen.
know-how-market.com wünscht Ihnen allen ein gutes Gelingen im Jahr 2008.
Text: Volker Remy
Sonntag, 6. Januar 2008
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